Gut vorbereitet in die Elektroepilationsbehandlung starten

Zur Beurteilung der Behaarungssituation ist in jedem Fall ein Ersttermin nötig. Für diesen Termin gilt: Eine Einschätzung der Behandlungsdauer ist nur bei einem vollständig sichtbaren Behaarungszustand (Menge und Dichte) möglich.

Was bedeutet das?

Verschiedene Haarentfernungsmethoden, die bereits durchgeführt wurden, beeinflussen den Haarwuchs auf unterschiedliche Art und Weise. Dadurch entsteht ein verfälschtes Bild der tatsächlichen Behaarungsmenge. Je nach bisher angewandten Haarentfernungsmethoden zeigt sich der wahre Behandlungsaufwand erst bis zu 3 Jahre nach der letzten Anwendung.

Auswirkungen der unterschiedlichen Haarentfernungsmethoden

Rasieren ist für viele ein absolutes Tabu. Zu hartnäckig hält sich der Irrglaube, dass sich der Haarwuchs durch die Rasur verstärkt. Fakt ist aber, dass die feine Spitze abgeschnitten wird und dadurch das Haar dicker erscheint. Auch wenn die Rasur als solche keine Auswirkung auf die Anzahl der Haare hat, birgt es doch so einige Nebenwirkungen. So wachsen z. B. die Haare am Hals, in der Bikinizone, am Po und an den Ober- und Unterschenkeln gerne ein, was häufig zu Entzündungen führt. Haare wachsen leider nicht gleichmäßig, dies erkennt man etwa 2 bis 3 Wochen nach der letzten Rasur sehr deutlich an den unterschiedlichen Haarlängen. Um den Behaarungszustand einzuschätzen, müssen auch die "Nachzügler" berücksichtigt werden. Gesichtsbehaarung sollte deshalb 10 bis 14 Tage und Körperbehaarung mind. 4 Wochen vor dem Ersttermin nicht mehr rasiert werden.

Enthaarungscremes wirken auf das Keratin der Haare auflösend. Verantwortlich dafür sind enthaltene alkalisch wirkende Substanzen, vorwiegend Salze der Thioglykolsäure. Nach einer Einwirkzeit lassen sich die aufgelösten Haare mit einem Spatel von der Hautoberfläche schaben. Da sich die auflösende Wirkung nicht nur auf den herausragenden Teil des Haares, den Haarschaft, beschränkt, muss Enthaarungscreme weniger häufig angewendet werden als eine Rasur. Das bedeutet aber auch, dass für eine erste Einschätzung des Behaarungszustands die letzte Anwendung mind. 4 Wochen bei Gesichtsbehaarung bzw. 8 Wochen bei Körperbehaarung zurückliegen muss. 

Zupfen mit der Pinzette führt nach jahrelanger Anwendung, insbesondere an Kinn, Hals und Oberlippe zu vermehrten Haarwuchs. Aus den anfänglich vereinzelten Haaren, die man alle paar Wochen gezupft hat, werden im Laufe der Zeit immer mehr Haare bis schließlich der Griff zur Pinzette zum täglichen Ritual wird. Mit jedem Zupfen wird der Haarfollikel und die umliegende Haut geschädigt, das führt zu Vernarbungen, Pigmentstörungen bis hin zu Ödemen im Gewebe. Mein Rat: Hören Sie sofort auf zu zupfen! Geben Sie Ihrer Haut Zeit sich zu beruhigen, das dauert mindestens 3 Monate. In dieser Zeit ist es ratsam, die Haare auf 1-2 mm zu kürzen. Insbesondere wenn die Haut Schwellungen zeigt, begünstigt eine Rasur eingewachsene Haare und Entzündungen. In manchen Fällen ist die Haut durch jahrelanges Zupfen derart geschädigt, dass die Regeneration sogar 1 bis 2 Jahre dauern kann oder bleibende Narben auf der Hautoberfläche zeigt. Für eine seriöse Einschätzung des Behaarungszustands z. B. im Gesicht ist es erforderlich die Haare a) mind. 3 Monate nicht mehr zu zupfen und b) 10 bis 14 Tage vor dem Ersttermin nicht mehr zu rasieren oder zu kürzen.

Waxing, Sugering, Fadentechnik oder Epiliergeräte Bei diesen Methoden werden die Haare flächig aus dem Follikel gerissen, mit oder gegen die Wuchsrichtung, je nach Methode. Auch hier kommt es an manchen Körperstellen vermehrt zu eingewachsenen Haaren und Entzündungen. Oft dort, wo die Haarfollikel flach unter der Haut liegen. Der einzige Vorteil an diesen Methoden ist, dass auch nach Wochen nur ein Teilbestand der tatsächlich vorhandenen Haare sichtbar ist. Dieser Vorteil entpuppt sich allerdings sehr schnell als Nachteil, wenn man eine Elektroepilation plant. Die Grundlage für eine reelle Einschätzung der Behandlungsdauer ist ein vollständiger Behaarungszustand. Dafür muss die letzte Haarentfernung aller "Ausreißmethoden" einige Monate zurückliegen:

  • < 3 Monate = Gesicht und Hals 
  • < 4 Monate = Torso (Schulter, Rücken, Brust, Bauch, Po und Intimbereich)
  • < 6 Monate = Extremitäten (Beine und Arme)

Laser- und Lichtepilation wirkt sich sehr unterschiedlich aus. Haarfarbe spielt eine Rolle, die Hautfarbe ebenfalls und selbst an unterschiedlichen Körperregionen der gleichen Person sind die lichtbasierten Methoden mal erfolgreich, teilweise erfolgreich oder gar nicht erfolgreich. Eine der häufigsten Nebenwirkungen ist dabei eine Wachstumsverzögerung der Haare. Was sich zunächst gut anhört, bedeutet aber in Wirklichkeit, dass nicht erfolgreich behandelte Haarfollikel wieder Haare bilden werden. Dies kann in Ausnahmefällen sogar bis zu 3 Jahre dauern. Meistens ist aber eine erste Einschätzung des Behaarungszustands nach 6 bis 12 Monaten nach der letzten Licht- oder Laserenthaarung möglich. Eine Testbehandlung bringt Licht ins Dunkel. Erfahrene Elektrologisten erkennen am entnommenen Haar den Zustand.

Vaniqa ist eine Creme auf Basis des verschreibungspflichtigen Arzneistoffes Eflornithin. Die Wirkung ist allerdings keine haarentfernende, sondern eine Verlangsamung des Haarwuchses. Das bedeutet, dass trotz der Verwendung von Vaniqa andere Haarentfernungsmethoden angewendet werden müssen. Grundsätzlich wirkt Vaniqa auch nicht bei allen von Hirsutismus betroffenen Frauen gleichermaßen gut. Nur bei etwa einem Drittel zeigt sich ein deutlich verlangsamter Haarwuchs, bei einem weiteren Drittel bleibt die Wirkung völlig aus, der Rest liegt irgendwo dazwischen. Was bedeutet das für die Einschätzung der Behandlungsdauer mit der Elektroepilation? Wenn sich der Haarwuchs durch die Verwendung der Vaniqa verlangsamt, muss die Creme mindestens 3 Monate vor Beginn der Elektroepilation abgesetzt werden. Sofern die Vaniqa wirkungslos ist, macht es ohnehin keinen Sinn die Behandlung fortzuführen. 

So bereiten Sie sich optimal auf den Ersttermin und folgende Behandlungen vor:

Der Fokus bei Gesichtsbehaarung liegt auf einer hautschonenden und zügigen Behandlung. 

  • Flächige Behaarung, z. B. ein Vollbart kann 10 bis 14 Tage vor der Behandlung rasiert werden.
  • Vereinzelte oder punktuelle Behaarung kann 10 bis 14 Tage vor der Behandlung mit einer Schere gekürzt werden.
  • Dunkle Haare können bis 7 Tage vor der Behandlung mit einer handelsüblichen Bleichcreme aufgehellt werden.
  • Feine Haare weder rasieren noch kürzen.

Für Körperbehaarung gilt „Je länger die Haare nicht mehr entfernt wurden, umso besser!“. Die ideale Ausgangssituation ist der "jungfräuliche" Behaarungszustand. In diesen Ausnahmefällen reduziert sich die Behaarungsdichte bereits nach der ersten Behandlung um mindestens 50%.

Wurden bereits andere Haarentfernungsmethoden durchgeführt, beachten Sie bitte die folgenden Abstände für den Ersttermin:

  • mind. 4 Wochen vorher nicht mehr rasieren oder kürzen
  • mind. 4 bis 6 Monate (je nach Areal) keine Waxing, Sugering o. ä. Haarentfernung anwenden
  • mind. 6 Monate, besser 12 Monate keine Licht- oder Laserepilation durchführen

Spätestens mit Beginn der Behandlung ist keine andere Haarentfernungsmethode mehr erforderlich. Aufgrund meiner Erfahrung verspreche ich Ihnen die zeit- und kostengünstigste Vorgehensweise!

Behandlungsbeispiele aus meiner Praxis

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